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DS-169/2020 Aktionsplan „Plastikfreies Teltow“

Begründung/Inhalt:

Jeder Mensch verbraucht Unmengen Plastik im alltäglichen Leben. Allein in Deutschland werden im Jahr rund sechs Milliarden Plastiktüten verbraucht. Der so entstehende Plastikmüll hat sich seit Anfang der 1990er Jahre vervierfacht. Vielfach ist das genutzte Plastik völlig überflüssig. Es werden Rohstoffe verschwendet und unnötiger Müll produziert. Die Verschmutzung etwa der Meere mit Plastikmüll ist besorgniserregend. Auch die Stadt Teltow sollte ihren Beitrag leisten, eine Eindämmung und dem Abbau dieses Plastikmülls entschieden zu unterstützen. An vielen Stellen hat die Stadt natürlich keinen Einfluss auf privates Handeln, aber sie kann mit gutem Beispiel vorangehen und zu einem bewussteren Konsum ermutigen. Der Umstieg oder Verzicht ist an vielen Stellen leicht und schnell möglich, an anderen schwerer, da gleichwertige Alternativprodukte (noch) fehlen. Der Begriff „plastikfrei“ umschreibt dabei natürlich eine Vision, für die einzutreten sich sich jedoch mehr als lohnt. 

 

 

 

 

 

Beschlusstext:

„Teltow soll plastikfreie bzw. plastikarme Stadt werden. Die Verwaltung erstellt dafür in Zusammenarbeit mit interessierten Gruppen sowie Bürger*innen einen Aktionsplan "Plastikfreies Teltow". 

Der Aktionsplan sollte folgende Punkte umfassen: 

1.) Die Stadtverwaltung überprüft ihr alltägliches Geschäft unter der Fragestellung der Plastikvermeidung und steigt - sofern möglich - zeitnah auf Alternativen um. Dem Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Energie wird dazu berichtet. 

2.) In städtischen Einrichtungen und bei städtischen Veranstaltungen wird auf Einwegplastik wie Plastikgeschirr verzichtet. 

3.) Es ist zu prüfen, inwieweit Vorgaben für die Vermeidung von Plastikmüll bei Veranstaltungen in Teltow etwa über Satzungen gemacht werden können. Alternativ ist ein Anreizsystem zu entwickeln. 

4.) Den Vereinen werden Informationen über Alternativprodukte zu Einwegplastik zur Verfügung gestellt. Es wird geprüft, ob eine städtische Förderung dieser Alternativprodukte zur Unterstützung der Vereine oder ggfs. als "Anschubfinanzierung" für einen attraktiven Umstieg ins Leben gerufen werden kann. Auch die Anschaffung eines ausleihbaren „Spülmobils“ soll geprüft werden. 

5.) Die Verwaltung tritt mit den Gewerbetreibenden, Einzelhändlern, Gastronomen und Markthändlern in Teltow in einen Dialog, um eine Reduktion von Plastikmüll etwa in Form von Plastiktüten oder Plastikbechern zu erreichen. Andere Städte machen dies erfolgreich vor. Dafür könnte eine Auszeichnung oder ein Label "plastikfreies Teltow" initiiert werden. Auch ein plastikfreier Wochenmarkt wäre beispielsweise ein Aushängeschild. 

6.) Die Stadt Teltow wirbt mit geeigneten, umweltfreundlichen Werbemitteln mit dem Label "plastikfreies Teltow".

7.) Zur Information und Sensibilisierung für das Thema wird eine Informationskampagne mittels Internetseite, Flyern und Social Media gestaltet. Außerdem organisiert die Stadt öffentliche Veranstaltungen zum Themengebiet, um für einen bewussteren Konsum zu werben.

8.) Eine Zusammenarbeit mit den Kitas und den Schulen in der Stadt wird angestrebt, sowohl hinsichtlich einer Thematisierung im Bildungsangebot, als auch hinsichtlich der Vermeidung von Plastikprodukten im Alltag (Schulfeste usw.).

9.) Es ist zu prüfen, inwiefern in Teltow ansässige Unternehmen mit innovativen Produkten oder Konzepten in den Prozess eingebunden werden können."

Abstimmungsergebnis:

Der Beschluss wird mit

19- Ja-Stimmen

10- Nein-Stimmen und

1- Enthaltung gefasst

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